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Ratgeber · Inhalte planen

Redaktionsplan für Social Media im Kfz-Betrieb

Stand: von Smoke and Luck

Für Social Media reicht ein normaler Redaktionsplan nicht ganz. Ein Netzwerk wie Instagram kennt mehrere Formate, und jedes verlangt anderes Material: ein Reel braucht Bewegung, ein Karussell mehrere Bilder, eine Story nur einen Moment. Dieser Ratgeber zeigt, was ein Social-Media-Redaktionsplan zusätzlich braucht, wie du aus einem Auftrag mehrere Beiträge machst und wie eine Woche im Plan aussieht. Wie du überhaupt einen Plan anlegst, mit Spalten, Takt und Rückblick, steht in der Säule Redaktionsplan.

Was ein Social-Media-Redaktionsplan zusätzlich braucht

Drei Dinge unterscheiden ihn vom allgemeinen Plan. Erstens das Format: Ob ein Inhalt als Reel, Story, Karussell oder Einzelbild erscheint, entscheidet darüber, wie gedreht oder fotografiert wird. Diese Entscheidung fällt also vor der Arbeit am Auto, nicht danach.

Zweitens die Personen im Bild: Social Media lebt von Gesichtern, und jedes Gesicht braucht eine Einwilligung. Die gehört als eigene Spalte in den Plan.

Drittens die Antworten: Ein Beitrag zieht Kommentare und Nachrichten nach sich, manche davon sind Anfragen. Wer sie beantwortet und wie schnell, steht ebenfalls im Plan. Ein Beitrag, der eine Anfrage auslöst, auf die niemand reagiert, schadet mehr als einer, der nie erschienen ist.

Formate statt Kanäle planen

Ein allgemeiner Plan hat eine Spalte für den Kanal: Instagram, Facebook, Google. Für Social Media ist die Spalte „Format“ wichtiger. Ein Reel kannst du auf Instagram und Facebook zeigen, aber du musst es im Hochformat drehen. Ein Karussell braucht mehrere Bilder in gleicher Größe. Eine Story zeigt einen Moment und braucht kein Konzept.

Wer gleich im passenden Format dreht, spart sich später den Zuschnitt. Für Anzeigen empfiehlt Meta bei Reels das Seitenverhältnis 9:16 und bei Bildern im Instagram-Feed 4:5 (Stand 30. Oktober 2026). Drehst du deine normalen Beiträge in diesen Maßen, kannst du einen gut laufenden Beitrag später ohne Neuschnitt als Anzeige verwenden.

Ein Auftrag, drei Beiträge

Der größte Hebel im Social-Media-Plan liegt nicht in mehr Material, sondern darin, jedes Material mehrfach zu nutzen. Ein einziger Auftrag liefert drei Formate, wenn man vorher daran denkt.

Am Beispiel einer Delle in der Fahrertür bei einem Smart-Repair-Betrieb, ausgedacht für diesen Ratgeber:

  • Reel: fünfzehn Sekunden vom Gegenlicht auf die Delle bis zur glatten Fläche. Gedreht in drei kurzen Clips während der Arbeit.
  • Karussell: vier Bilder, vorher, Werkzeug am Blech, Zwischenstand, nachher. Fotografiert in denselben Pausen.
  • Story: das fertige Auto bei der Abholung, mit dem Satz „Heute wieder eine Tür ohne Lack gerettet“.

Im Plan stehen damit drei Zeilen mit demselben Material und drei Terminen. Wichtig ist, dass der Plan vor dem Auftrag sagt, welche Formate entstehen sollen. Sonst gibt es am Ende nur ein Foto vom fertigen Auto.

Wie oft posten im Social-Media-Redaktionsplan

Für Social Media gilt dasselbe wie für jeden Plan: Ein Takt, den du hältst, schlägt einen, den du dir wünschst. Hilfreich ist eine feste Verteilung über die Woche, damit jeder weiß, was an welchem Tag dran ist.

Ein möglicher Rahmen, als Beispiel für einen Betrieb mit zehn bis zwanzig Leuten:

  • Dienstag: ein Reel aus einem laufenden Auftrag.
  • Freitag: ein Bild oder Karussell mit einem fertigen Ergebnis oder einer Erklärung.
  • Stories: nach Regel, ohne festen Tag.

Das sind zwei geplante Beiträge pro Woche. Mehr geht, wenn das Material da ist und jemand die Zeit hat. Weniger geht auch, solange der Rhythmus gleich bleibt. Ein Monat mit einem Beitrag pro Woche ist besser als zwei Wochen mit fünf und dann Pause.

Stories: eine Regel statt einzelner Termine

Stories einzeln zu terminieren, kostet mehr Zeit, als es bringt, denn sie entstehen im Moment. Statt jeder Story eine Zeile zu geben, legt ihr im Betrieb eine Regel fest, wann eine Story in Frage kommt. Die Regel ersetzt den Termin, nicht die Freigabe.

Drei Beispiele für solche Regeln:

  • Jedes fertige Auto kann bei der Übergabe eine Story bekommen, wenn der Kunde einverstanden ist.
  • Jeden Freitag zeigt jemand aus dem Team die Halle am Ende der Woche.
  • Jeder neue Azubi bekommt in seiner ersten Woche eine Story, wenn er zugestimmt hat.

Freigegeben wird trotzdem jede Story einzeln, bevor sie erscheint. Wer gedreht hat, schickt sie an die Person, die freigibt, und bekommt ein Ja oder Nein. Eine Google-Bewertung als Story zu teilen, gehört nicht in die Regel, denn ihr Text stammt von einem Kunden. Wenn überhaupt, dann nur nach Rückfrage beim Verfasser und ohne seinen Namen.

Social-Media-Redaktionsplan als Tabelle: die Spalten

Zu den acht Spalten aus der Säule kommen für Social Media drei hinzu:

SpalteWofürBeispiel
FormatWie gedreht oder fotografiert wirdReel 9:16
EinwilligungOb alle Personen im Bild zugestimmt habenja, liegt vor
AntwortenWer Kommentare und Nachrichten beantwortetBüro, bis 17 Uhr

Die Spalte „Kanal“ kann dafür schrumpfen. Legst du einmal fest, dass Beiträge auf Instagram und Facebook erscheinen, muss das nicht jede Woche neu entschieden werden. Nur Ausnahmen, etwa ein Beitrag nur für das Google-Unternehmensprofil, werden eingetragen.

Eine Woche im Plan: freie Werkstatt im Oktober

Die Woche ist ein ausgedachtes Beispiel und zeigt, wie die Spalten zusammenspielen.

TagFormatInhaltMaterialEinwilligungFreigabe
DiReelReifen vom Lager bis auf die FelgeClips beim WechselMechaniker, liegt vorDo Vorwoche
MiStoryHalle voll mit WinterreifenHandyvideoniemand im Bildeinzeln, am Tag
FrKarussellWoran du siehst, dass dein Reifen zu alt istFotos von Altreifen, DOT-Nummerniemand im BildDo Vorwoche
FrStoryHalle am FreitagHandyvideoTeam, liegt voreinzeln, am Tag

Zwei geplante Beiträge, zwei Stories nach Regel, jede einzeln freigegeben. Die Antworten auf Kommentare übernimmt das Büro, Anfragen nach Terminen gehen an die Annahme.

Menschen im Bild: Einwilligung vor dem Posten

Sobald ein Mitarbeiter, ein Azubi oder ein Kunde im Reel zu sehen ist, brauchst du seine Zustimmung. § 22 KunstUrhG verlangt für die Verbreitung eines Bildnisses die Einwilligung der abgebildeten Person. Dass jemand bei dir arbeitet, ersetzt diese Einwilligung nicht.

Praktisch heißt das: Eine schriftliche Einwilligung je Person, mit den Kanälen, für die sie gilt, und dem Hinweis, dass sie widerrufen werden kann. Die Spalte „Einwilligung“ im Plan zeigt auf einen Blick, ob ein Beitrag raus darf. Verlässt jemand den Betrieb, prüfst du, welche Beiträge ihn zeigen. Das ist keine Rechtsberatung. Für Mustertexte und Sonderfälle fragst du einen Anwalt.

Kommentare und Nachrichten gehören in den Plan

Ein Beitrag ist nicht fertig, wenn er erscheint. Danach kommen Fragen: „Was kostet so was?“, „Habt ihr nächste Woche Zeit?“, „Macht ihr auch Wohnmobile?“. Das sind Anfragen, und sie verdienen dieselbe Sorgfalt wie ein Anruf.

Leg deshalb fest, wer in den ersten Stunden nach einem Beitrag Kommentare und Nachrichten liest und beantwortet. Preise und Termine nennt nur, wer das auch am Telefon dürfte. Sachliche Kritik löschst du nicht, sondern beantwortest sie ruhig, so wie eine schlechte Google-Bewertung. Für Beleidigungen gilt das nicht. Wie das geht, beschreibt der Ratgeber Auf negative Bewertungen antworten.

Den Social-Media-Redaktionsplan mit KI füllen

Wir bauen bei Smoke and Luck ein Team aus KI-Agenten, das aus dem Material deines Betriebs Entwürfe macht. Du schickst Fotos, Handyvideos und Sprachnachrichten, die Agenten machen daraus Entwürfe für Beiträge und Stories im Ton deines Betriebs. Zwischen den Agenten und dir sitzt bei uns ein Mensch aus der Kfz-Branche, der Fachwörter und Ton prüft. Jeder Beitrag und jede Story liegt einzeln bei dir zur Freigabe, ohne dein Ja erscheint nichts.

Wenn ein Entwurf ein Bild verändert oder erzeugt, gelten eigene Regeln. Was dabei gekennzeichnet werden muss, steht im Ratgeber KI-Werbung. Ob ein Agententeam für deinen Betrieb passt, zeigt der Marketing-Check.

Woran du siehst, ob der Plan läuft

Nach vier Wochen zählst du drei Dinge: wie viele geplante Beiträge erschienen sind, wie viele Nachrichten und Kommentare eine Anfrage waren und welche Formate diese Anfragen ausgelöst haben. Daraus ergibt sich der nächste Plan. Trägt das Reel aus der Halle mehr als das Bild vom fertigen Auto, bekommt es mehr Platz.

Ein Beitrag, der gut läuft, kann zur Anzeige werden. Welche Motive dafür taugen, zeigt der Ratgeber Instagram-Werbung. Und ist eine Stelle offen, wird aus dem Plan ein Recruiting-Plan mit eigener Stellenanzeige.

Häufige Fragen

Was gehört in einen Social-Media-Redaktionsplan?

Datum, Netzwerk, Format, Inhalt in einem Satz, das Material mit Herkunft, wer dreht oder fotografiert, wer den Text schreibt, wer freigibt und ob alle Personen im Bild eingewilligt haben. Dazu eine Spalte, wer Kommentare und Nachrichten zum Beitrag beantwortet. Mehr braucht ein Kfz-Betrieb nicht.

Wie viele Beiträge pro Woche sollte eine Werkstatt posten?

Eine feste Zahl, die für alle gilt, gibt es nicht. Wähle den Takt, den dein Betrieb auch in der Reifensaison hält, etwa zwei Beiträge pro Woche plus Stories nach Regel. Ein gleichmäßiger Takt über Monate bringt mehr als ein voller Plan, der nach drei Wochen abbricht.

Muss ich Stories auch planen?

Nicht mit Termin. Für Stories reicht eine Regel, zum Beispiel: Jedes fertige Auto bekommt bei der Abholung eine Story, wenn der Kunde einverstanden ist, und jeden Freitag zeigt jemand die Halle. Die Regel steht einmal im Plan. Freigegeben wird trotzdem jede Story einzeln, bevor sie erscheint, per kurzer Nachricht an die Person, die freigibt.

Darf ich Mitarbeiter in Reels zeigen?

Nur mit ihrer Einwilligung. Nach § 22 KunstUrhG braucht die Veröffentlichung eines Bildnisses die Einwilligung der abgebildeten Person, das gilt auch im Arbeitsverhältnis. Hol sie schriftlich ein und halte fest, für welche Kanäle sie gilt. Das ist keine Rechtsberatung.

Quellen

  1. Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie, § 22 Recht am eigenen Bilde, abgerufen am
  2. Meta Werbeanzeigen-Leitfaden, Instagram-Reels, abgerufen am
  3. Meta Werbeanzeigen-Leitfaden, Bild im Instagram-Feed, abgerufen am

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